Der Kerryway 8. Etappe Sneem – Kenmare

Blackwater Bridge

Als ich heute Morgen den Voucher beim Hausherren abgebe, ist dieser schon viel freundlicher als gestern Abend, etwas spröde aber durchaus zu Scherzen aufgelegt. Er scheint nur einen etwas schrägen Humor zu haben, den ich als Sprachunkundiger wahrscheinlich nicht so richtig verstehe. Er kommt jedenfalls seltsam rüber. Die Chefin, die ich nun zum ersten Mal sehe, umgibt dagegen diese Freundlichkeit, die wir hier bisher kennen lernen und genießen konnten. Alles gut also…. Die Schuhe sind auch noch da und wegen der Stöcke gab es kein weiteres Palaver. Nur eben die Zeit ist schon so weit fortgeschritten für einen langen 30 Kilometer Tag. Also haben wir kurzerhand beschlossen, bis zur Blackwater Bridge zu fahren. Der Transport ist bestellt und wir stehen vor dem Haus und warten.


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Der Kerryway 5. Etappe Cahersiveen – Waterville

Da habe ich heute Morgen etwas Verwirrung gestiftet. Wir hatten ja gestern gefragt, ob man uns bis zum Abzweig bringen kann. Und prompt steht da nach dem Frühstück ein Taxi vor dem Haus. Ich verbreite Hektik und lade schon mal unsere Rucksäcke und Stöcke ein. Aber nein! Das Taxi ist für eine Truppe aus Ohio bestimmt, die ebenfalls hier übernachtet hat. Ich lade also wieder alles aus und übe mich in Geduld. Breda Moran, die Hausherrin beruhigt mich, indem sie ihr Auto vor fährt. Andrea und Marion haben von einem Fauxpas glaube nichts mit bekommen. Wir schnappen also unsere kleinen Rucksäcke und ich stehe natürlich wieder an der falschen Seite des Autos. Da werde ich mich wohl nie dran gewöhnen.


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Der Kerryway 1. Etappe Killarney – Black Valley

 Lake Lodge B&B

Ein Vorzug dieser gebuchten Reisen ist, dass man sich nicht um das Frühstück kümmern muss. Das Frühstück ist für uns eigentlich die wichtigste Mahlzeit des Tages auf solch einer Tour. Andrea wird zwar immer schon etwas eher ningelich, wenn am Nachmittag der Magen leer ist. Ich hingegen würde eigentlich den ganzen Tag ohne Essen überstehen. Eine Notration haben wir natürlich immer mit. Bei mir ist sie angewachsen 🙂  In den B&B’s ist das Frühstück immer sehr reichhaltig . Und das ist auch gut so. Denn auf dem Kerryway gibt es unterwegs kaum eine Möglichkeit zusätzlich Proviant zu bunkern.


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Der Kerryway Mai 2019

Vorwort:

Was hat uns dazu gebracht, diesen Weg in die Planung zu nehmen? Vorweg: Die Butter war´s nicht! Irland war schon lange auf dem Schirm, nachdem es uns in Schottland so gut gefallen hatte. Also wurde das Netz durchforstet nach Berichten und Videos. Und was ich bereits wusste, das irische Wetter gleicht leider dem schottischen: Zwischen den Schauern leichter Nieselregen, selten mal Sonne und fast immer Wind. Schottische wie irische Sprichworte ähneln sich deshalb und beschreiben eigentlich das gleiche Wetter: Wenn es dir nicht gefällt, warte 5 Minuten! – Was mich nun wieder etwas versönlicher stimmt, besteht doch die reelle Chance auch mal blauen Himmel zu sehen.


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Offenes Lesecaffee in Delitzsch

Jeden letzten Sonntag um 17 Uhr findet in der Altstadtkneipe Nr. 2 ein offenes Lesecaffee statt. Hier können alle die es wollen, ihr selbst geschriebenes oder auch fremde Sachen vorlesen. Jeder hat 10 Minuten Zeit dafür. Erlaubt ist alles außer Propaganda. Während der Veranstaltung wird nichts gewertet. Dazu hat man dann danach, während einer gemütlichen Runde in der Nr.2 die Gelegenheit .

Warum schreibe ich das hier?

Im vorigen Jahr sprach mich eine Lokalreporterin der LVZ und später auch eine ehemalige Klassenkameradin an, ob ich nicht mal was aus meinem umfangreichen Blog vorlesen möchte . Sie hatten hier einiges gelesen und fanden es wert, dass man dies auch mal öffentlich vorträgt. Ich fühlte mich zwar geschmeichelt aber doch etwas überfordert. Oder sollte ich besser überschätzt schreiben? Erst nach langem Zureden ließ ich mich darauf ein und begann eine Serie mit dem Bericht über den West Highland Way. Das passte ganz gut in die Runde, da sie in der Whisky – Stube der Gaststätte stattfand. Die Atmosphäre war sehr angenehm und meine Texte kamen offenbar recht gut an.

Kurz und gut, mittlerweile bin ich mit dem West Highland Way durch und lese nun den Reisebericht über den Caminho Portugues. Am 23. Oktober um 17 Uhr geht es weiter mit der ersten Etappe, nachdem ich vorigen Monat die Einleitung gelesen habe.

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Wer also in der Nähe ist oder im Umkreis von Delitzsch wohnt – es ist eine offene Veranstaltung – kein Eintritt und man kann auch nur zuhören. Es geht ziemlich bunt zu und eigentlich ist immer für jeden etwas dabei.

Ich entschuldige mich schon mal dafür, dass ich wahrscheinlich wieder mal etwas überziehe.

Gruß Gert .

von Porto nach Muxia – 13. Etappe – von Negreira nach Olveiroa

Um 6.30 Uhr ist heute bereits die Nacht zu Ende, als mein Wecker lärmt. Wenn man auf andere Pilger in einer Massenunterkunft keine Rücksicht nehmen muss, ist man relativ schnell fertig mit dem packen. Nur noch schnell die Betten abgezogen und schon können wir unser Zimmer verlassen. Doch bevor wir die heutige sehr lange Etappe angehen, wollen wir eigentlich noch einen Happen essen. Doch die Tür zur Herberge ist noch verschlossen. Also werfen wir unseren Schlüssel in den Briefkasten und gehen los, um uns ein Frühstück im Ort zu suchen. Außerdem muss ich noch einen Geldautomaten aufsuchen, was in dieser Finsternis nicht so einfach ist. Ein paar Pilger, die ebenfalls bereits auf den Beinen sind, geben mir den entscheidenden Hinweis, wie ich meinen Brustbeutel wieder füllen kann. Unser Standard – Frühstück hängt mir langsam zum Hals raus. Zumal der Toast hier in der kleinen Bar im Zentrum von Negreira besonders hart geraten ist. Auch der Kaffee ist nicht die Wucht. Der Tag kann nur noch schöner werden in Anbetracht dieser Nebelsuppe, die da draußen wabert. Und hell will es auch nicht werden.
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von Porto nach Muxia – der letzte Tag in Portugal – von Rubiães nach Valença

Morgengrauen über Agualonga

Morgengrauen über Agualonga

Pünktlich steht heute Morgen das Frühstück auf dem Tisch. Und neben Fernando lässt sich auch die Hausherrin mal blicken. Wir haben so die Gelegenheit, uns nochmals persönlich für das Abendessen zu bedanken, welches sie gezaubert hat, obwohl sie am Morgen noch nicht wusste, dass es Gäste gibt. Auch bei Fernando bedanken wir uns nochmals, als wir uns verabschieden. Er begleitet uns zum Hoftor, natürlich nicht ohne es zu versäumen uns zu bitten, seine Casa da Oliveirinha weiter zu empfehlen. (Er ist schon geschäftstüchtig dieser Fernando.) Das möchte ich hiermit unbedingt tun. Auch wenn es für die meisten Pilger etwas zu kostspielig sein dürfte und für meinen Geschmack zu viel Luxus birgt, diese Unterkunft hat was. Und wenn mal ein Pilger die Nase so richtig voll hat von Massenlagern, Stockbetten, Gemeinschaftsduschen und Schnarchern, dann ist er hier genau richtig, um sich mal einen Abend in schönem und ruhigem Ambiente zu erholen.

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West Highland Way 2015 Kinlochleven – Fort William

Auf zum letzten Streich! Heute geht es über 24 Kilometer von Kinlochleven an das Ende des West Highland Way in Fort William.

DSC09112Mir kommt es vor, als würden wir hier schon seit Wochen durch die Highlands laufen. Ich denke, das liegt an der Vielfältigkeit dieses Weges. Die Charakteristik der einzelnen Etappen war an jedem Tag eine völlig andere. Manchmal wechselte die Szenerie der Landschaft selbst an einem Tag mehrfach. Auch wenn ich mich wiederhole: Aber so habe ich mir die Highlands nicht vorgestellt. Der Weg erfährt, wenn man ihn in Richtung Norden läuft, jeden Tag eine Steigerung. Deshalb rate ich dazu, die klassische Variante von Milngavie nach Fort William nach Norden zu wandern. Obwohl die umgekehrte Richtung ebenfalls beschildert ist und einige Wanderer uns auch entgegen kamen, bin ich der Meinung, dass der sprichwörtliche rote Faden der Dramaturgie dieses West Highland Way in Richtung Norden verläuft und nicht umgekehrt. Wenn ich mir nun vorstelle, dass ich heute statt durch die grandiose Bergwelt der Highlands, am letzten Tag von Drymen nach Milngavie durch endlose Weidelandschaft wandern würde, hätte diese Etappe im Vergleich zu den vorherigen sicher einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. Sie ist im Vergleich zu den anderen eher langweilig, was wir vor einer Woche jedoch ganz anders sahen. Das ist vielleicht auch der Grund dafür, weshalb diese erste Etappe oft ausgelassen wird und viele den WHW erst am Loch Lomond beginnen.

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Noch viel mehr Fotos vom gesamten West Highland Way gibt es HIER.




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West Highland Way 2015 Kingshouse Hotel – Kinlochleven

Stob Dearg am Morgen

Stob Dearg am Morgen

So ist das, wenn man so zeitig ins Bett geht. Man ist auch sehr früh wieder wach. Um drei Uhr wird es bereits hell. Andrea schaut aus dem Fenster und glaubt ihren Augen nicht zu trauen. Da steht ein Rudel Hirsche in mitten der Zelte, die am Ufer des River Etive aufgebaut sind. Doch für´s Aufstehen ist es wirklich noch viel zu früh. Also legen wir uns noch mal hin. 8:30 Uhr gibt es Frühstück. Und es gibt doch tatsächlich zwei am Tisch, die eine Schüssel Porridge bestellen – Wähh! Die Bedienungen flitzen um die Wette und versuchen allen alles Recht zu machen. Der Speiseraum ist gut gefüllt und einige sind nicht ganz so geduldig wie wir. Ich muss da mal eine Lanze brechen für die Leute hier in diesem Land: Wo wir hin kommen, treffen wir auf äußerst gastfreundliche Menschen. Man ist sehr geduldig mit uns, wenn wir nicht gleich alles verstehen und zur Not liest man uns unsere Wünsche von den Augen ab. Man fühlt sich überall willkommen, was das Erlebnis West Highland Way auf sehr angenehme Weise abrundet.

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West Highland Way 2015 Inverornan – Kingshouse Hotel

Morgen am Loch Tulla

Morgen am Loch Tulla

Die Berge tragen Nebelkronen heute Morgen. Auch über dem Loch Tulla liegen noch Nebelschwaden. Doch bald wird die Sonne, die bereits jetzt von einem fast wolkenlosen Himmel scheint, diesen Nebel weg gesaugt haben. Nach dem Frühstück sitzen wir noch ein Weilchen draußen vor dem Hotel. Die Rucksäcke liegen bereits wieder auf dem großen Haufen neben der Rezeption, die nun auch von den Ausdünstungen der Wanderschuhe befreit ist. Es weht kein Lüftchen. So dass man die Sonne bereits spürt auf der Haut. Also raus mit der Sonnencreme! Wir hätten nie gedacht, dass wir hier in Schottland so viel davon verbrauchen.

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West Highland Way 2015 Tyndrum – Inverornan

Wegweiser in Tyndrum

Wegweiser in Tyndrum

Ja, ihr habt richtig gelesen. Heute gehen wir nach Inverornan. Vorgestern waren wir in Inverarnan. Es fiel mir bei der Vorbereitung auch recht schwer, diese vielen Inver´s auseinander zu halten. Nun klappt das aber ganz gut.

Für 8 Uhr haben wir Frühstück angemeldet. Heather werkelt schon wieder singend in ihrer Küche. Sie strahlt eine solche Energie aus, dass man unweigerlich auch gute Laune bekommt – soo früh am Morgen! Natürlich fragt auch sie nach Porridge. Ich lehne dankend ab und sage, dass mir Schinken mit Ei genügt. Auch die kleinen Würstchen, die immer mit zum schottischen Frühstück angeboten werden, sind nicht mein Ding. Die sind mir zu fettig und schmecken recht fade. Hier auf diesem Weg ne Bude aufmachen mit Thüringer Rostbratwürsten, so in der Mitte der Etappen – dass da noch keiner drauf gekommen ist? Ne Rosterbude in den Highlands mit Radeberger Pils – das wäre ne Goldgrube.

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West Highland Way 2015 Inverarnan – Tyndrum

ein prächtiger Tag erwacht über den Highlands

ein prächtiger Tag erwacht über den Highlands

Ich habe wirklich gut geschlafen nach dieser Mammut – Tour von gestern. Der erste Blick am Morgen ist natürlich wieder gen Himmel gerichtet. Das Badezimmer ist von hellem Licht durchflutet. Das sieht schon mal gut aus. Und als ich das Fenster öffne, sehe ich einen prächtig blauen Himmel mit Blumenkohl – Wölkchen. Das wird ein super Tag!

Doch zunächst gehen wir erst mal frühstücken. Die Dame in der Bar fragt, ob wir Porridge möchten. Keiner von uns weiß, was das ist. Klingt irgendwie nach Gemüse (vielleicht weil Porree so ähnlich klingt). Und ich nicke vorsichtshalber mal – eher aus Neugierde. Der Rest i(s)st wie immer: Eier mit Speck.

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West Highland Way 2015 Rowardennan- Inverarnan

am Morgen in Rowardennan

am Morgen in Rowardennan

Heute geht es nach Inverarnan zur Beinglass Farm. Das ist ein Campingplatz, auf dem Gelände einer ehemaligen Farm. Dort gibt es Plätze für Zelte, kleine Holzhütten und Apartments in langgestreckten Holzhäusern. In letzteren sollen wir untergebracht werden. Bis dahin sind es aber noch über 26 Kilometer.

 Draußen sieht es noch ziemlich trübe aus. Es nieselt etwas. Na wenigstens ist der Wind weg  und ein paar blaue Wolkenlücken sind bereits zu sehen. Wir begeben uns zum Frühstück. Das sieht auch hier recht üppig aus. Ich nehme mir Eier mit Speck, gebratene Tomaten, Pilze und…Haggis. Das will ich mal probieren. Ist zwar zum Frühstück ziemlich heftig aber wir haben ja einen langen Tag vor uns. Das Haggis ist wirklich schmackhaft. Man muss halt vergessen, aus was es hergestellt wird. Ein wenig zu viel habe ich mir wieder auf den Teller gepackt. Da waren die Augen wieder größer als der Magen.

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West Highland Way 2015 Drymen – Rowardennan

Frühstück im Geen Shadows

Frühstück im Geen Shadows

Gestern Abend hatten wir uns noch über den Sonnenschein gefreut und ich habe geschrieben, dass man hier mit schnellen Wetterwechseln rechnen muss. Wie recht ich doch hatte. Denn so ein Wetterwechsel hat sich nun in dieser Nacht radikal vollzogen. Eine steife Briese treibt dicke Regentropfen gegen die Fensterscheibe, durch die gestern noch ein schöner Sonnenuntergang zu sehen war. Die Hausherrin werkelt bereits in der Küche und fragt, was wir gern zum Frühstück wollen. Nach der gestrigen Erfahrung entscheide ich mich für die Zuzahlung und für schottisches Frühstück, also Eier mit Speck und Tomaten.

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West Highland Way 2015 Milngavie – Drymen

DSC08356Der erste Blick am Morgen gilt dem Himmel. Wandern ist überwiegend eine Outdoor – Beschäftigung, wir sind in Schottland und da muss man sich gezwungenermaßen auf Regenwetter einstellen. Wer das nicht will oder kann, sollte doch lieber ans Mittelmeer fahren. Während es gestern noch trocken und fast sonnig war, begann es bereits in der Nacht zu regnen, nicht viel aber wer weiß, wie sich das entwickelt. Die Westküste Schottlands gilt sowieso als etwas regenreicher als die Ostküste. Auf YouTube habe ich im Voraus private Videos gesehen, die fast durchgängig im Regen stattfanden. Wäre zwar schade, wenn uns das auch ereilen würde aber ändern kann man es eh nicht. Man muss es nehmen wie es ist, wenn man sich auch noch so ärgert. Das vermiest nur die Laune. Diese ist bemerkenswert gut heute morgen, weil es endlich los geht. Wir stecken also die Regenkleidung nicht ganz so weit nach unten in den Rucksack. Dass wir uns richtig verstehen, ich habe kein Problem mit Regenwetter. Schottland würde ohne die vielen Niederschläge sicher ganz anders aussehen. Man sieht halt eben nur die Hälfte unterwegs im Regenschleier und unter den Regenklamotten. Und das ist in erster Linie nun mal ärgerlich, wenn man so weit gereist ist.

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West Highland Way 2015 – die Anreise

Flughafen Berlin Schönefeld

Flughafen Berlin Schönefeld

Endlich hat die Warterei ein Ende. Heute geht es los. Wir fliegen nach Schottland. Alle Vorbereitungen sind erledigt und wir fahren zusammen mit Ines und Steffen zum Flughafen Berlin Schönefeld. Mit dem Auto braucht man dafür von uns aus etwa 1,5 Stunden. Genügend Zeit, um etwas runter zu kommen. Denn vor so einer Reise entsteht halt doch etwas Hektik, obwohl wir ja nun schon einige Erfahrungen haben mit derartigen Unternehmungen. Letztendlich leben wir genau wie auf einem Pilgerweg über Tage aus dem Rucksack und müssen/wollen die Strecken zwischen den Etappenzielen zu Fuß zurück legen. Sicher ist der West Highland Way ein touristischer Weg aber ein so großer Unterschied zu den spanischen Pilgerwegen ist das auch nicht mehr, seit dem das Pilgern als Event vermarktet wird. Letztendlich kommt es einzig und allein auf die innere Einstellung an, mit der man einen solchen Weg erleben will. Das haben wir während der vielen Hundert Kilometer auf den verschiedenen Pilgerwegen gelernt. Daraus beziehen wir auch unsere Erfahrungen in Bezug auf die Vorbereitung und die Ausrüstung.

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West Highland Way 2015

whwlogo-largeNun ist es also raus. Im nächsten Jahr geht es nach Schottland. Nun werden einige sagen, dann gehört das nicht in diesen Blog… . Richtig, wir werden diesmal nicht auf einem ausgewiesenen Pilgerweg unterwegs sein. Aber für mich hat pilgern eigentlich immer weniger was mit dem Raum in dem man sich bewegt, sondern eher mit einer entsprechenden inneren Einstellung zu tun. Ich bewege mich zu Fuß über weite Strecken in unbekannter Gegend, besinne mich auf das nötige und das wesentliche im Leben, bekomme so den Kopf frei, erlebe alles viel intensiver und lerne vieles neue kennen. Das sind meine Erfahrungen, die ich bisher auf Pilgerwegen immer wieder machen konnte. Und wenn das dann auch noch in schöner Umgebung stattfindet – um so besser (ist aber nicht Bedingung).

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Sächsischer Jakobsweg Teil 2: Reinsdorf b. Zwickau – Irfersgrün

Frühstück in der Bäckerei

Frühstück in der Bäckerei

Wir haben uns für 8:30 Uhr mit Herrn Wandrack zur Besichtigung der Kirche verabredet. „Ihr findet mich dann schon hier irgendwo auf dem Gelände.“ sagte er gestern. Also stehen wir 7 Uhr auf und machen uns fertig, so dass wir uns nachher nur noch die Rucksäcke schnappen müssen. Viel zu spät lese ich in der Bäckerei an einer Tafel, dass man hier auch belegte Brötchen anbietet. So zwänge ich mir nun das Süßzeug rein, was am frühen Morgen so gar nicht mein Geschmack ist. Da will ich lieber ne Semmel mit was herzhaftem drauf. Nun liegt mir dieser Kuchen wieder wie ein Stein während der ersten Kilometer schwer im Magen. Als wenn es nicht schon schwer genug wäre…. Doch ich will nicht meckern, denn so in der Nähe gleich eine Möglichkeit für ein Frühstück zu finden ist auf unseren bisherigen Pilgerwegen eher die Ausnahme gewesen. 

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