Ein besonderes Wochende auf dem ökumenischen Pilgerweg – Sonntag 27.08.2017

Frisch war es in der Nacht, ist mein erster Gedanke als ich heute aufwache. 6 Uhr hat mein Smartphone gekräht. Ich bin glaube der erste, der über das Steinpflaster ins Badezimmer schleicht. Wenn man so aus dem Nichts so ne Strecke wie gestern läuft, spürt man doch etwas Muskelkater in den Beinen. Als ich zurück komme, sind die anderen auch wach. Ich gehe in die Küche, um das Frühstück vorzubereiten. Die etwas gummiartigen Brötchen von Vorgestern kann man noch mal aufbacken. Und auch etwas Belag ist noch da. Der Instant Kaffee ist wie immer nur eine Notlösung. Zu Hause würde der nie in meine Tasse kommen. Er ist heiß, rehbraun und süß – das ist die Hauptsache. Kühl ist es heute Morgen, bemerke ich, als ich unsere Sachen rein hole, sehr kühl für Ende August. Doch der strahlend blaue Himmel verspricht uns einen schönen Tag. Wir wollen heute bis nach Freyburg an der Unstrut, wo uns unser Sohn mit dem Auto abholt. Das ist nicht ganz so weit wie gestern, also haben wir eigentlich viel Zeit.

Unterdessen sind die Anderen auch mit der Morgentoilette fertig und wir sitzen am Frühstückstisch, welcher erstaunlich üppig ausfällt, wenn man bedenkt, dass wir das alles hier her getragen haben. Sonderlich eilig hat es heute wieder niemand, bemerke ich. Auch die sonst recht quirlige Isabelle, die heute noch zurück nach Frankfurt a.M. muss, hat die Ruhe weg. Bedächtig schlürft sie ihren Tee.

Thomas in Aktion

Die Rucksäcke stehen fast fertig gepackt schon bereit und die Schuhe an den Füßen bekommen langsam Körpertemperatur, nachdem sie draußen mächtig abgekühlt und ein wenig feucht geworden sind. Ich finde es herrlich, wie relaxt man den Tag hier auf den Wegen zu Hause beginnen kann. Auf den großen Wegen in Spanien lässt man sich schnell anstecken von der Hektik, die da einige verbreiten, in dem sie schon um 4 Uhr plastiktütenraschelnd ihre Sachen zusammen kramen, um noch im Dunkeln los zu stürzen. Nee, ich mag das hier. Es erreicht zwar nicht ganz das Flair eines spanischen Pilgerweges, aber es ist besser für das Gemüt. Ich bin froh, dass ich beides kennen gelernt habe, um den Vergleich zu haben. Wenn also jemand da langsam rein wachsen möchte, dann sollte er zu Hause los laufen.

Wir laufen jetzt auch los. Vor der Tür mache ich noch ein paar Fotos. Und dann schlägt Thomas Stunde. Er hat scheinbar noch nicht das im Kasten, was er sich vorgenommen hat. Mit vollem Körpereinsatz liegt er vor uns bäuchlings auf dem Pflaster, um uns vor dem Hintergrund der Dorfkirche abzubilden. Dieses unter vollem Einsatz gemachte Bild wurde später damit belohnt, das Titelbild des Artikels zu werden werden.

In südlicher Richtung verlassen wir den Ort. Was folgt ist ein Radweg entlang der L178. Es ist Sonntag. Und deshalb gibt es heute zum Glück recht wenig Verkehr. Der Radweg ist trotzdem recht öde und langweilig. Weshalb man hier den Weg nicht auf den parallel verlaufenden Radweg in Ufernähe des Runstedter See geführt hat, ist mir ein Rätsel. Bei der nächsten Gelegenheit verlasse ich aber die Straße um dem besagten Radweg zu folgen. Zumindest wochentags würde ich jedem dazu raten.

der Weg nach Rossbach

Der Runstedter See wird zu etwa einem Drittel umrundet, bevor wir vor Großkayna nach rechts vom See weg gehen, um zum nächsten  zu gelangen. Das ist der Großkaynaer See, ebenfalls ein ehemaliger Braunkohlentagebau. Isabelle ist heute noch recht still. Sie muss wohl den gestrigen Tag noch etwas gedanklich verarbeiten. Durch lichte Wälder führt uns der Weg wieder weg vom See auf einen von Laubbäumen gesäumten Radweg. Es geht leicht bergauf und rechts unten sehen wir Brausbedra, ein Dorf welches zu DDR Zeiten durch die Tagebaue in der Gegend mächtig ausgebaut wurde. Es diente jahrelang als Wohnstadt für viele Bergleute. Heute gilt der daneben liegende Geiseltalsee als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Renaturisierung einer Berbaufolgelandschaft. Es gibt neben viel Natur eine Seebrücke und Häfen für den Wassersport. Die Nutzung solchen Gewässers für den Wassersport ist nicht immer einfach. Der Naturschutz hat da oft die Oberhand. So wie es sich bei uns in der Nähe mit dem Werbeliner See verhält. Dort streitet sich die Stadt Delitzsch mit dem für den Naturschutz zuständigen Landratsamt von Nordsachsen seit Jahren um die kommerzielle Nutzung des Sees. Am Nordufer besitzt die Stadt Grundstücke und eine überdimensionale nagelneue Straße nebst Parkplatz für 169 (!!) Pkw und 4 Busse wurde mit Fördergeldern in die Landschaft gezimmert. Selbst einen Kreisverkehr gibt es, allerdings mit nur zwei Ausfahrten. Hier wurde nichts unterlassen, um Tatsachen zu schaffen und mittels Fördertöpfen Steuergelder aus dem Fenster zu werfen. Denn der See ist ein europäisch ausgewiesenes Vogelschutzgebiet, was seine touristische Nutzung verhindert. Das Gebiet ist eines der artenreichsten Brut- und Rastgebiete in Europa. Die kleinen Inseln, die durch Abraumhügel entstanden, verhindern, dass Nager sich über die Brut her machen. Das Ufer ist eigentlich gesperrt. Für Naturliebhaber gibt es aber gut ausgebaute Wege durch das Gebiet. Selbst ein Natur – Lehrpfad wurde mit Unterstützung des BUND und der umliegenden Gemeinden angelegt. Am Geschriebenen sehr ihr, auf wessen Seite ich stehe. Meine Meinung?: Man soll den See so lassen wie er ist. Es gibt weiter südlich den Schladitzer See mit Parkplätzen, einem Ferienhaus – Park, Wassersport und drei Badestränden. Da kann man sich austoben. Am Werbeliner See sieht man aktuell leider zu deutlich die Auswirkungen, wenn Menschen, die sich nicht um das Verbot kümmern, unberechtigt baden gehen. Da bleibt vieles am Strand liegen oder die wenigen Papierkörbe werden so voll gestopft, dass der Müll durch den Wind weg getragen wird. Ich kann es einfach nicht verstehen, weshalb man sein Zeug, was man ja auch mit her gebracht hat, nicht wieder mitnehmen kann. Am Platz kann es ja wohl nicht mangeln, wohl eher an der Erziehung und am guten Benehmen. Na ich bin gespannt, wie das ausgeht.

Auch das erzähle ich Isabelle und so vergeht auch heute die Zeit wie im Fluge. Kurz vor Rossbach hält ein älterer Herr mit einem Rennrad an, um mit uns ein paar Worte zu wechseln. Und da erkenne ich ihn. Als wir hier das vorige Mal entlang gelaufen sind, kam er am Ranstedter See sogar zurück gefahren, um uns anzusprechen. Und damals hat er uns mit seiner sehr interessanten Lebensgeschichte fast eine Stunde aufgehalten. So ein Zufall aber auch…. Und so zieht er diesmal nicht nur uns, sondern auch Isabelle und Thomas in seinen Bann. Er hat mit dem Rad schon die halbe Welt bereist und ein kleines Museum zu Hause eingerichtet, in welches er uns einlädt. Das geht natürlich heute nicht. Aber an seiner Erzählweise erkenne ich, dass es doch nicht alles Seemansgarn war, was er uns damals erzählt hat. Damals erschien mir einiges recht unglaubwürdig, was er da wortreich rüber brachte. Passanten, die gerade vorbei fahren. begrüßen ihn freundlich. Er scheint hier in der Gegend auch ein bunter Hund zu sein und jeder kennt ihn. Wir ja nun auch. Es fällt wieder recht schwer, sich von ihm zu trennen, weil immer wieder ein neues Thema aufgemacht wird. Aber wir müssen weiter. Und so gelingt es uns nach einer gefühlten halben Stunde und los zu reißen von dem faszinierenden Zeitgenossen.

Am Ortseingang von Rossbach erzähle ich Isabelle die Geschichte, wie wir hier versuchten Wasser für unsere Trinkflaschen zu bekommen. Auf dem Sportplatz wurde ein Fest vorbereitet und ne Flasche Bier wäre sicher kein Problem gewesen. Aber Wasser? Ich machte deutlich, dass ich nur einen Trinkwasserhahn brauche. Die Waschbecken waren so klein, dass die Trinkflasche nicht unter den Hahn passte. Zu Schluss fanden wir eine Wasserhahn, unter dem sonst Fußballschuhe gereinigt werden. Ich bekomme auch wieder genau hier Durst und bemerke, dass meine Flasche schon recht leer ist. Die morgendliche Kühle ist längst gewichen. Und vom strahlend blauen Himmel prasselt der Stern auf uns nieder. Jetzt gibt es in Rossbach nun einen Imbiss. Der hat auch offen und ich hole uns ne Flasche Wasser. Die Straße aus dem Ort steigt merklich an und mein Atem geht prompt etwas schneller.

Zum Glück entdeckt Thomas ein interessantes Motiv – wir zwei vor einem alten Trabbi. Dieser steht etwas verlassen ohne Nummernschilder am Wegesrand. Schade eigentlich. Denn genau wie die Zweiräder aus DDR Zeiten, die nun im gesamten Bundesgebiet wegen ihrer Robustheit Furore machen, könnte auch der Trabant im Kultstatus und damit auch im Preis weiterhin steigen. Sie werden ja eher weniger als mehr. An Ersatzteilen sollte es nicht mangeln, so wie es früher die Regel war. Wenn ein Markt da ist wie bei den Zweirädern von Simson oder MZ, findet sich auch jemand, der die Teile wieder herstellt, um die beliebten Schrauberobjekte am Laufen zu halten.

Wir sehen bereits den Bommerberg hinter Pettstädt und die lange Reihe der Windräder, die in westlicher Richtung auf dem Kamm stehen. In Pettstädt fällt zunächst das grobe Kopfsteinpflaster auf, welches die Füße malträtiert. Es ist ein recht kleines Dorf, besitzt aber einen Jakobsplatz, an dem sogar eine Pilgerherberge steht. Die muss neu sein, sage ich zu den anderen. Die wäre mir das vorige Mal sicher aufgefallen. Wir gehen in den Innenhof und bemerken, dass die Herberge offen steht. Der Frühstückstisch beherbergt noch die Reste des heutigen Frühstücks. Es ist weit und breit außer einer Katze niemand zu sehen. Auch das Klingeln am gegenüber liegenden Wohnhaus bringt keinen Erfolg. Ich drücke wenigstens noch den Pilgerstempel in meinen Pass. Warum die Herberge auch zukünftig keine Rolle in unseren Planungen spielen wird, erfahre ich nach einem Blick in eine Liste mit den Übernachtungspreisen. Das scheint eine echte Nobelpilgerunterkunft zu sein. Ab 60 Euro die Nacht werden hier verlangt. Zugegeben bei dieser Ausstattung ein ganz normaler und angemessener Preis. Aber nee, das entspricht nicht unserer Vorstellung von Enthaltsamkeit. Das ist Tourismus.

Nachtrag vom September 2019:

Wie ich durch einen Kommentar soeben erfahren habe, wird in der Herberge am Jakobsweg in Pettstädt ein Sonderpreis für Pilger mit Pilgerausweis von 15 Euro für die Übernachtung und 5 Euro für das Frühstück angeboten, was ich wiederum für sehr günstig halte. Ich danke den Betreibern für die nachträgliche Information.

Für unsere Gegend verhältnismäßig steil bergan geht es hinauf zum Bommerberg. Der Betonweg, der hier beginnt und in westlicher Richtung bis zur „Alten Göhle“ dem Kamm folgt, wird auch „Luftschiff“ genannt. Das hat den Ursprung, dass das Gelände hier nach beiden Seiten sehr lang abfällt und damit hier oben eigentlich fast immer eine steife Briese weht. Nicht umsonst hat man hier sechs Windkraftanlagen aufgestellt. Und falls mal jemand wissen will, wie weit die Dinger so voneinander entfernt stehen, der sollte mal hier ober entlang wandern. Mann, das streckt sich! Nur ein paar zerzauste Obstbäume säumen den Weg. Man ist hier dem Wind ziemlich ausgesetzt. Bei schlechtem Wetter ist es sicher kein Vergnügen hier oben entlang zu wandern. Heute aber haben wir einen herrlichen Blick nach beiden Seiten. Thomas nutzt das Licht für einige Fotos. Die Sonne steht zwar hoch am Himmel (Fotografen wissen, dass Motive mit schrägem Lichteinfall kontrastreicher wirken.) aber Thomas bleibt nicht mehr viel Zeit für seine Aufnahmen. Denn es sind nur noch 11 Kilometer bis zum Tagesziel und dem Ziel unserer Wanderung an diesem Wochenende. Er schraubt sein großes Teleobjektiv drauf, weist uns an, stehen zu bleiben und erst auf sein Zeichen gemeinsam ungezwungen und fröhlich in die Gegend blickend auf ihn zu zu laufen. Nichts leichter als das. Ich wollte eh Pause machen. Doch dann geht es los: Thomas winkt uns zu und wir beginnen zu gehen, zuerst etwas holprig und dann im Gleichschritt. Das ist bei uns zweien von Angang an immer ein Problem wegen des Größenunterschiedes gewesen. Andrea muss größere und ich kleinere Schritte machen als üblich. Nein, ungezwungen wirkt das nicht. Also alles auf Anfang – erst Andrea allein und dann ich. Und noch mal das Ganze….

Blasenkontrolle (Foto Thomas Barth)

Das war so anstrengend, dass ich mich kurz vor dem Waldgebiet der „Alten Göhle“ unter einem Baum fallen lasse, die Schuhe und die Socken ausziehe und mich ins Gras lege. Hier haben wir schon mal gelegen, weil wir gut in der Zeit waren. Auch heute können wir uns das leisten. Und promt schafft es auch ein Foto ohne Socken in den Artikel. Ich begutachte darauf gerade meine Füße auf der Suche nach einer nicht vorhandenen Blase. Man soll eben lieber gleich nach schauen, bevor es zu spät ist. Ne kleine Falte in den Socken kann großen Schaden und vor allem großen Schmerz verursachen. Mein Rücken braucht auch ne Pause. Und man glaubt nicht, wie angenehm es ist, diesen auf dem harten Boden mal zu strecken. Um ein Haar wäre ich eingeschlafen.

Doch schon geht es weiter. Über die Napolenon Eiche am Eingang zur „Alten Göhle“ haben ich mich ja schon hier im Blog lustig gemacht. Und auch bis heute ist sie kaum merklich gewachsen. Thomas ist unterdessen meinen Blicken entschwunden. Und auch Isabelle und Andrea sind ein Stück voraus. Ich genieße gerade die Kühle und die Stille dieses Waldes. Die Stille hier hat wohl auch Menschen auf die Idee gebracht, hier einen Friedwald anzulegen für die letzte Ruhestätte. Ich halte die Idee für sehr interessant, in einem solchen Friedwald begraben zu werden. Wird doch oft die Pflege von Grabstätten für die Angehörigen zur lästigen Pflicht. Und der Grabschmuck wird vor allem „wegen der Leute“ erneuert. Was könnten die denken? Ich denke: Das Andenken zählt und nicht die Anzahl der Blumen auf einem Grab. Hier gibt es nur ein kleines Schild am Baum und eine kleine Andachtsstelle mit Bänken unter dem Blätterdach. Wirklich eine schöne Vorstellung….

Blick nach Freyburg

Kurz vor Freyburg haben wir Thomas wieder eingeholt, der wartend am Wegesrand sitzt. Gemeinsam gehen wir nun vorbei am Schloss Neuenburg zum Edelacker. Hier vor dem gleichnamigen Berghotel haben wir einen schönen Ausblick auf die Stadt mit dem Dom, der Sektkellerei Rotkäppchen, den Weinbergen und der Unstrut, die am Talgrund dahin fließt. Vor der Terrasse des Hotels beginnt der Abstieg durch die Weinberge in die Stadt. Hier sollte diese mal was tun. Es war zwar vor Jahren auch schon mühsam hier herunter zu steigen. Aber nun ist der Weg so ausgewaschen, dass man von Stein

zu Stein klettern muss. Nach der entsprechenden Wegstrecke macht das echt wenig Freude, auch wenn das Tagesziel in greifbarer Nähe liegt. Unser Fixpunkt auf den wir zuhalten, ist erst mal der Dom. Dieser wird zum Hintergrund für die letzten Fotos für heute. Und wieder legt sich Thomas richtig ins Zeug. Hier entstehen die nach meinem Geschmack besten Fotos der Tour. Selbst ich mit meinem dicken Bauch mache darauf eine passable Figur.

Nun ist er gekommen der Zeitpunkt der letzten Meter an diesem Wochenende. Auf der Suche nach einem gemütlichen Lokal durchstreifen wir die hübsche Stadt und landen auf einem gemütlichen Hinterhof einer Weinwirtschaft. Wir bestellen uns ne Kleinigkeit zu essen und ich trinke mein Feierabend – Bier. (Es können auch zwei oder drei gewesen sein). Wir lassen, während wir auf unseren Sohn warten, noch mal die zweieinhalb Tage Revue passieren. Da war schon viel Schönes dabei. Und wir sind uns sicher, dass wir uns nicht das letzte Mal sehen.

Nachsatz:

Auf den Artikel mussten wir bis zum Mai 2018 warten. In der Maiausgabe der „Reader’s Digest“ erschien er auf 8 Seiten auch in Deutschland. Was mir so gar nicht bewusst war. Erfahren haben wir es von meiner Schwester, die die Zeitschrift regelmäßig liest. Sie rief mich an, weil sie beim Durchblättern des Büchleins ein Foto von uns entdeckt hatte, eben jenes vor der Kirche in Frankleben. In der ortsansässigen Bücherei konnten wir das Heft noch ergattern und voller Spannung lasen wir, was Isabelle geschrieben hatte zum ersten Mal. Na gut, einige journalistische Freiheiten hat sie sich genommen. Vielleicht gab es auch hier und da ein Verständnisproblem. So hatte ich ihr gesagt, dass ich mal in einer Schweinemastanlage gelernt hatte. Bevor ich jedoch Leiter werden konnte, habe ich den Beruf gewechselt. Die Einbettung des Wochenendes in unsere Pilgertour von Görlitz nach Eisenach ist dagegen eher ein temporäres Problem und hat nur beiläufige Wirkung, da wir den gesamten Weg ja wirklich gelaufen sind. Dass sie sich echte Pilger aus der Region heraus gesucht hat, finde ich sehr schön. Man hätte auch zwei (viel jüngere und auf meine Person bezogen schönere) Models aussuchen können. Für die Fotos hätte man mit dem Auto vor Ort fahren und eine Geschichte darum erfinden können. Isabelle aber war und ist echt an der wahren Geschichte, an unserer Vergangenheit, an unseren Gedanken und an unseren Meinungen interessiert. Und dafür danke ich ihr auch im Namen meiner Frau sehr herzlich. Auch Thomas, der immer diskret versucht hat, uns ins beste Licht zu setzen, ist zu einer Bereicherung unseres Lebens und zu einem echten Freund geworden. Wir besuchten zwei seiner wirklich sehenswerten Fotoshows. (Interessierte informieren sich bitte auf seiner Webseite.) Und ich war letzten Monat mit ihm zusammen auf einer geführten Fototour in der Böhmischen Lausitz. Ich bedanke mich natürlich auch dafür, dass ich einige seiner Fotos hier zeigen darf und nicht zuletzt bei Andrea, dass sie die ganze Sache wieder mitgemacht hat.

Tschüß, euer Gert!

2 thoughts on “Ein besonderes Wochende auf dem ökumenischen Pilgerweg – Sonntag 27.08.2017

  1. Vielen Dank, dass Sie in unserer Herberge angehalten und schön, dass Sie den Pilgerstempel gefunden haben. Da wir die Pilgerherberge neben unser Berufstätigkeit und familiären Verpflichtung (4 Kinder) betreiben, um die historische Bausubstanz unseres Hofes erhalten zu können, waren wir bei Ihrer Durchreise leider nicht anwesend. Insofern konnten wir die Information, dass wir für Pilger (mit Pilgerausweis) Sonderpreise anbieten, nicht loswerden. Deshalb auf diesem Weg:
    Pilger auf dem Ökumenischen Jakobsweg zahlen bei uns 15,00 EURO je Übernachtung, für das Pilgerfrühstück kommen 5,00 EURO hinzu.

    Herzliche Grüße aus Pettstädt
    Herberge am Jakobsweg
    Weißenfels OT Pettstädt

    • Vielen Dank für’s lesen meines Blogs und die Nachricht, bzw. die Richtigstellung. Ich werde das in den Text als Nachtrag einarbeiten. Es wäre für vorbei kommende Pilger sicher hilfreich, wenn auf einen Sonderpreis für Pilger sichtbar hingewiesen würde. Das ist sicher nicht böse gemeint – im Gegenteil. So würden derartige Missverständnisse gar nicht erst entstehen. Ich bewundere Leute, die sich zur Aufgabe gemacht haben Altes zu erhalten und kann mir vorstellen, welchen Aufwand das bedeutet. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg mit der Herberge.

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