Rennsteig 31.Mai 2012 Eisenach – Friedrichroda

Eigentlich sind wir ja immer noch auf dem ökumenischen Pilgerweg, den verlassen wir aber heute endgültig und zweigen wie geplant auf den Rennsteig ab. Ich werde die Nummerierung aber trotzdem fortführen, befinden wir uns doch unter den gleichen Bedingungen wie auf einem Pilgerweg. Einzig das Ziel hatte sich geändert und wir laufen nun in süd/östlicher Richtung.
Der Rennsteig ist Deutschlands ältester, bekanntester und beliebtester Höhenwanderweg. Er beginnt im Eisenacher Ortsteil Hörschel und endet nach 168 Kilometern am Oberlauf der Saale bei Blankenstein. Er folgt dem Gebirgskamm des Thüringer Waldes bis hin zum Frankenwald und bildet eine Wasserscheide. Jährlich befinden sich tausende Wanderer und Radfahrer auf diesem Weg und durchqueren dabei eines der schönsten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Neben der wuchernden grünen Natur, die an vielen Stellen sich selbst überlassen wird, trifft man auf Schritt und Tritt auch auf die vielfältige Geschichte  links und rechts dieses tausend jährigen Weges. Als Kammweg verfügt er bis auf einige Ausnahmen über keine steilen Auf- und Abstiege. Damit ist er prädestiniert als Wanderweg für die ganze Familie und für jedes Alter. Man geht abseits der größeren Ortslagen, die sich in den Seitentälern befinden, fast durchgehend über gut hergerichtete Wege unter dem Blätterdach des Waldes. Auf Grund seiner Wegbeschaffenheit ist er auch gut mit dem Fahrrad befahrbar. An einigen Stellen, die etwas steiler über Bergkuppen oder durch den Wald über Wurzelwerk führen, gibt es für die Radler kurze Alternativstrecken.
Wir wollen bis nach Oberhof auf dem Rennsteig wandern und damit etwa die Hälfte des Weges zurück legen.

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Rennsteig 1.Juni 2012 Friedrichroda – Oberhof

Irgend wann geht der Urlaub auch für mich zu Ende. Ich habe diesen mit diversen angesammelten Überstunden um zwei Tage verlängert. Den Rest des Urlaubs brauche ich ja für die drei Wochen, die wir auf dem Camino Primitivo unterwegs sein wollen.
Frühstück in Friedrichroda

Frühstück in Friedrichroda

Wir wälzen uns aus den Betten, die mit ihren viel zu weichen Matratzen wie befürchtet die Bandscheiben malträtiert haben. Bei jeder Bewegung (und ich drehe mich nachts wie ein Brummkreisel im Bett!) schwang diese Koje heftig nach, so dass man befürchten musste, seekrank zu werden. Und so ist dies in einer späteren Bewertung, die mir vom Buchungsportal zugesandt wurde, auch der einzige Kritikpunkt, den ich angeben wollte. Ansonsten haben sich die Wirtsleute alle Mühe gegeben, dass es uns gut geht. Für diesen Preis kann man sehr mit der Unterkunft  zufrieden sein. Wie gesagt, wir sind da auch nicht sonderlich wählerisch.

Als wir das bereitgestellte überdimensionierte Frühstück auf der Veranda einnehmen, regnet es draußen immer noch. „Na das kann ja was werden, die ganze Strecke wieder hoch zum Rennsteig!“ So kam mir die Idee, Herrn Schuchardt zu fragen, ob er uns mit dem Auto nach oben bringen könnte, gegen Bezahlung natürlich.

 

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