Der Kerryway 7. Etappe Caherdaniel – Sneem

Frühstücksraum Olde Forge

Heute geht’s also nach Sneem. Ich muss mich irgendwann an die seltsamen Namen gewöhnen, bin ich doch bekannt dafür, dass ich mir Ortsnamen eigentlich ganz gut merken kann. Hier habe ich immer noch so meine Probleme. Wobei Sneem ziemlich einfach ist. Die Matratze heute Nacht war mindestens halb so alt wie das Haus. Das ganze Bett hat geschaukelt, wenn man sich dreht. Trotzdem bin ich recht erholt nach dem langen Abend gestern. Die Etappe heute ist etwas über 19 Kilometer lang und es gibt einiges an Höhenmetern zu bewältigen. Insgesamt sind es 460 hoch und 480 wieder runter, natürlich aufgeteilt auf die gesamte Strecke. Wir sind wieder auf der „Olde Butter Road“ unterwegs. Die Wege sollten also heute wieder etwas angenehmer werden. Denn die Kutschen brauchten ja etwas Platz in der Breite. Unser Tagesziel ist heute etwas größer, so dass ein Abendessen eigentlich gesichert sein sollte.


Unsere Wäsche duftet nach frisch gewaschen – ein ganz neues Erlebnis nach den letzten vermüffelten Tagen. Wir zeigen uns erkenntlich für die Mühe und verabschieden uns nach dem Frühstück herzlich von Cathy. Im Frühstücksraum saßen noch die Amerikaner und die Dame mit den eisernen Waden. Sie machten noch keine Anstalten zu gehen. Sie werden uns sowieso bald wieder einholen.

Blick zurück

Zunächst geht es wieder die knapp zwei Kilometer an der N70 zurück zur Ortsmitte von Caherdaniel. Der Blind Piper hat tatsächlich schon geöffnet. Wir biegen aber diesmal an der Kreuzung nach rechts ab und sind wieder auf dem Kerryway. Sofort nach dem letzten Haus geht es nach oben. Der Weg ist gut zu laufen und führt uns in einem Kurvengeschlängel über einen steinigen Pfad recht schnell nach oben. Immer wieder drehe ich mich um, um das Panorama zu betrachten, welches wir gestern vermisst hatten. Heute Morgen zeigt sich wieder etwas Blau am Himmel, verziert mit ein paar Deko – Wolken. Das hebt doch gleich die Laune. Wenn auch die Lunge ziemlich pfeift auf den ersten 150 Höhenmetern. Und dabei haben wir heute einen mächtigen Schiebewind. Da müsste es doch viel besser gehen. Mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt auf einem so langen Weg, ab dem ich eigentlich lieber bergauf als bergab laufe. Runter muss ich auf mein linkes Knie aufpassen, welches sich immer mal bemerkbar macht. Und dadurch bin ich Talwärts viel langsamer als im Aufstieg. Immer wieder wird über die Nützlichkeit von Stöcken diskutiert. Wohl dem, der sie nicht braucht. Ich wäre ohne meine Gehhilfen aufgeschmissen. Ich drücke mich mit ihnen nach oben oder stütze mein Gewicht, welches mich mit ganzer Macht gen Boden zieht, beim Bergab laufen ab. Ohne sie hätte ich sicher schon mehrmals mit dem harten Untergrund schmerzhafte Bekanntschaft geschlossen, wenn ich umgeknickt oder über irgendwas gestolpert bin. Mit zunehmendem Alter wird man eben unsicherer auf seinen Füßen. Es wird halt alles nicht besser.

Oben angekommen wird es wesentlich ebener. Auf dem mit einem dichten Grasteppich belegten breiten Weg schweben wir befördert vom starken Rückenwind förmlich dahin. Trotzdem ziehen bald die die „Stahlwaden“ wieder ohne Skrupel an uns vorbei. Am Abzweig zur Inlandsroute über das Gebirge machen wir unter Beachtung der überall abgelegten Schafsköttel die erste Pause auf dem weichen Grasteppich. Da holen uns auch Christine und Arno ein. Es ist schon schwierig zu dritt zusammen zu bleiben. Und so beschließen wir, dass wir auch weiterhin getrennt gehen. Man läuft sich sowieso wieder über den Weg. Wir schwatzen noch eine Weile mit ihnen, bleiben aber sitzen, während die beiden weiter trotten. Als sie so langsam unserem Blick entschwinden, machen wir uns dann auch auf. Dieser Weg folgt fast auf einer Höhe dem welligen Gelände. Nur leichte Buckel und natürlich einige Schafgatter gilt es zu überwinden. Links begleiten uns die in der sonne leuchtenden grünen Berge und rechts diese Wahnsinns Aussicht auf die Kenmare Bucht. Die Berge der Beara Halbinsel staffeln sich im Hintergrund in grauen Schattierungen. Davor glitzert im Gegenlicht das Wasser des Atlantiks. Was für ein Ausblick! Die Temperaturen sind zwar mit etwa 15 Grad recht kühl. Die Sonne jedoch ist heute schon am Vormittag ziemlich intensiv. Nach der gestrigen Nebelsuppe ist das heute sehr angenehm.

Celtic Cross

Wir kommen ganz gut voran. Etwa 3 Kilometer nach der letzten Rast bremse ich meinen Schritt und bleibe stehen, um mir diesen alten aufgegebenen Friedhof anzusehen und einige Fotos zu machen. Die Kapelle ist bereits eingefallen. Es stehen hier aber sehr interessante und schöne Keltenkreuze (Celtic Cross). Der Schotterweg vor dem Friedhof geht bald wieder in einen Wiesenweg über. Ich stelle mir gerade vor, wie das wohl war, als hier früher die Pferdekutschen mit der Butter entlang gerumpelt sind. War bestimmt nicht einfach, obwohl es hier immer noch relativ eben zugeht. Da gab es schlimmere Stellen.

Etwas weiter vor uns sehen wir schon den ersten von zwei Pässen, über die wir drüber müssen. Da baut sich eine Bergkette vor uns auf und ich meine, dass ich bereits den Weg da drüber erkennen kann. Als wenn man Schwung holen soll, geht es aber zunächst erst mal wieder etwas bergab durch einen schönen Hohlweg zu einer kleinen Brücke, wo bereits Andrea und Marion am Wasser sitzen und Pause machen. Ich bin gerade in Gang und gehe langsam weiter.

Auf dem anschließenden Asphaltsträßchen gelange ich wieder in einen etwas schnelleren Schritt. Immer wieder muss ich aber nach rechts auf den Randstreifen oder ins Gebüsch ausweichen, soweit das die Weidezäune zulassen. Denn auf dieser kleinen Straße ist richtig was los. Voll besetzte Autos und Motoräder, viele mit fremden Kennzeichen überholen mich oder kommen von vorn. Hier muss es was geben, was für Touristen so interessant ist, dass sie auf dieser schmalen Straße einen Abstecher machen. Wenig später erscheint des Rätsels Lösung. Die Straße macht eine Linkskurve und hier steht ein kleines Schild, auf dem nur „Staigue Fort“ steht. Ich schaue nach: Es handelt sich um eine sehr alte Ring – Befestigungsanlage. Staigue Fort ist eines der best restaurierten und wohl auch die bekannteste prähistorische Ringanlage in Irland. Die umgebenden Mauern sind ca. 5 Meter hoch und 4 Meter dick. Der Durchmesser der Anlage beträgt stolze 34 Meter. Die Datierung ist schwer. Man nimmt aber an, dass das Fort mehr als 2500 Jahre alt ist.

Ein Wegweiser zeigt jedoch geradeaus auf einen Schotterweg. Ich gehe noch ein Stück und lasse mich auf der Brüstungsmauer einer alten Steinbrücke nieder, um auf die Frauen zu warten. Weiter vorn sehe ich einen orangenen Punkt, der sich den Passweg hinauf bewegt. Das müssen Christine und Arno sein. Weit voraus sind sie also noch nicht. Als die Mädels kommen, entscheiden wir, dass wir keinen Abstecher zum Fort machen. Nach dem, was da an uns vorbei gefahren ist, muss es da ziemlich voll sein. Und wenn man längere Zeit durch die Natur läuft, schätzt man die Ruhe und meidet laute Menschenansammlungen. Und deshalb gehe ich jetzt weiter :).

Kurz nach der Brücke beginnt der Aufstieg zum Pass sehr gemächlich. Das ist kein Vergleich zu den Aufstiegen, die wir in den ersten drei Tagen bewältigen mussten. Oder kommt es mir nur so vor, weil ich inzwischen etwas besser im Training bin? Na egal, es geht stetig bergauf, mit mir und dem Weg. Weit komme ich nicht. Am linken Wegesrand entdecke ich auf einem großen Stein eine weiße Aufschrift: „Staigue Wishing Seat“. Der Wunschsessel ist nur ein großer Stein. Direkt daneben liegen zwei Glück bringende Hufeisen. Wenn du auf dem Stein sitzt, kannst du bei herrlicher Aussicht deine sehnlichsten Wünsche wünschen, hatte ich bereits vorher mal gelesen. Schaden kann´s nicht, denke ich mir, steige über das kleine Rinnsal davor und setze mich auf den Stein. Die Aussicht ist wirklich klasse. Ich bin aber nun bemüht, mich auf einen Wunsch fest zu konzentrieren – ganz fest! Nein, ich werde hier nicht ausplaudern, was mein Wunsch war! Sonst geht es nicht in Erfüllung! Da kommen die Frauen nach. Und natürlich wollen die auch auf den heißen Stuhl und sich was wünschen…. Dass wir beeindruckt sind von diesem Ort, beweist die Stille, die danach auf dem Weg herrscht. Vielleicht ist aber auch nur Ruhe, weil bei allen etwas Atemnot beim Aufstieg herrscht. Hier ist der Weg noch ein schmaler mäßig ansteigender Wiesenpfad durch große Felsformationen. Später schließt sich bis zum höchsten Punkt ein sehr steiler breiter Schotterweg an. Ich schaue mich immer wieder um, da die Aussicht immer phantastischer wird. Man überschaut fast die gesamte Strecke, die wir heute bisher zurück gelegt haben. Oben angekommen eröffnet sich ein weiteres grünes Tal, an dessen gegenüber liegender Seite man den nächsten Aufstieg bereits erkennen kann.

Auf dem breiten Schotterweg stehen plötzlich drei hübsche Ponys. Sie dösen in der Sonnen und reagieren kaum, als wir vorbei gehen. Vielleicht sehen sie uns auch nicht. Denn ein dicker langer Pony überdeckt ihre Augen. Vielleicht deshalb der Name der Frisur? Ich denke es sind Shetland Ponys. Im Vergleich zum massigen gedrungenen Körper und dem großen Kopf haben lächerlich kurze Beine. Es sind alles Hengste und man weiß ja nicht, was so in einem Ponykopf so vorgeht. Also machen wir erst mal einen Bogen um die Pferde. Ich habe wirklich wenig Ahnung von Pferden. Aber wenn die die Ohren spitzen, ist alles gut, hat mir mal einer als Kind gesagt. Es war der Pferdekutscher in meinem Dorf, der jeden Tag die Milchkannen von den Bänken vor den Bauernhöfen abholte. Und der sollte sich doch damit auskennen. Diese Ponys hier spitzen eindeutig die Ohren und ich verberge meinen Respekt, gehe auf den ersten Hengst zu und streiche ihm über die samtig weichen Nüstern. Keine Reaktion. Er scheint wirklich zu schlafen. Oder er ist gewohnt an die Wanderer, die ihn laufend betatschen. Na gut, ich lass dich schon in Ruhe weiter schlafen. Auf der Koppel hinter dem Zaun liegen noch weitere Ponys und dösen vor sich hin.

Am Wegesrand hat ein Witzbold eine Figur aus Tontöpfen, versehen mit einem grauen Rauschebart und einer Kappe auf dem Kopf auf einen Stein gesetzt. An den Füßen trägt der Kerl Wanderschuhe und in der Hand hat er eine Guinness Dose. Sehr originell. Die Bedeutung habe ich jedoch nicht ergründen können. Sicher gibt es auch keine. Wenig später laufen wir über eine Schafweide voller Lämmer und ihrer Mütter. Das muss die Kinderstube hier sein. Das Gras ist besonders saftig, wie mir scheint. Die Tiere sind wieder bemerkenswert entspannt. Wir halten jedoch einen angemessenen Abstand ein, um sie nicht zu bedrängen. Überflüssig zu betonen, dass wir davor und danach wieder über viele Zäune klettern müssen. Die Ortschaft hier heißt Bohacogram und besteht aus nur wenigen Häusern. Weiter vorn hinter dem Weiler sehe ich, wie Christine und Arno sich nach einer Pause gerade wieder erheben, um den letzten Aufstieg für heute zu bewältigen. Kurz danach erreichen wir die gleiche Stelle und halten diese ebenfalls für würdig unser Rastplatz zu werden.

Wir sitzen auf einer dicken Trockenmauer, in der Nähe rauscht ein kleiner Wasserfall und wir finden noch was Essbares im Rucksack. Das ist alles so friedlich und entspannt hier. Kein Lärm, keine Hektik, nicht mal Mücken, die einen den Tag verderben könnten. Das Leben kann so schön sein, wenn nur nicht diese Lauferei wäre. Ich habe mich ins Gras gelegt und das wohl gerade laut gedacht. Bevor ich die passende Antwort empfange, kommt mein Spruch: Ich geh schon mal langsam voraus….

Langsam muss ich gehen. Denn das Stück hier ist wohl das steilste heute. Ganz oben erst drehe ich mich um und mache Fotos. Egal ob ich zurück oder nach vorn schaue – überall viel Gegend. Man kann sich gar nicht los reißen. Aber irgendwie lockt mich die Belohnung des Tages – ein schönes kaltes, schäumendes…. Na ihr wisst schon.

Da am Horizont, das müssen schon die Berge des Killarney Nationalparks sein. Der Ring schließt sich langsam. Morgen gehen wir schon die vorletzte Etappe. Der Weg nun geht gemächlich nach unten. Gut für meine Knie. Er verläuft ziemlich geradeaus und man kann schon einige Häuser des kleinen Städtchens Sneem von hier aus sehen. In weitem Bogen auf einem neu angelegten Schotterweg gehen wir auf die schon berüchtigte N70 zu. Auf der Karte habe ich gesehen, dass es da ein Stück entlang geht und das bedeutet Lärm, Dreck und vor allem Gefahr. Zum Glück gibt es aber einen schmalen Pfad neben der Straße hinter einem Weidezaun, den wir natürlich übersteigen müssen. Ziemlich eintönig geradeaus gehen wir bald wieder weg von der lärmenden Straße auf einem Schotterweg durch ein ausgedehntes Torfgebiet, um anschließend ebenfalls kurvenlos durch einen Wald zu laufen.

Dieser Abschnitt ist im Vergleich zu den bisherigen etwas langweilig, wenn es auch ganz gut voran geht auf diesen ebenen Wegen. Ein Eyecatcher ist ein altes verlassenes Haus am Weg. Es strahlt irgendwie etwas Mystisches aus. Ich hätte gern mal rein geschaut, traue mich aber nicht, da das Gatter zum Hof zu ist und sich auf der gegenüber liegenden Straßenseite ein bewohntes Haus befindet.

Wir erreichen die Brücke über den Owreagh River, über den eine Eisenbrücke führt. Die ist ziemlich hoch über dem Wasser und unten gibt es nur  Gitterroste, durch die man hindurch sehen kann. Für manche Leute unter uns ist das nicht so prickelnd. Nun schließt sich bis zum Ortseingang von Sneem eine Asphaltstraße an, die so kerzengeradeaus geht, dass man schon hier ihr Ende sieht. Die letzten 300 Meter im Ort geht es an der N70 entlang. Hier gibt es natürlich Fußwege. Mir fallen sofort im Zentrum die Reisebusse auf und Horden von Touristen in Rentner – Beige, die in die Pups strömen, sicher um dort die Toiletten aufzusuchen. Vor einem Denkmal, das das Konterfei von Charles de Gaulle zeigt, setze ich mich auf eine Bank, um auf Marion und Andrea zu warten.

Ich bin wohl wieder ins „Laufen“ gekommen auf dieser Asphaltstraße. Zuerst jedoch entdecken mich Chrstine und Arno und fragen nach dem Rest meiner Truppe. Die kommen gleich, sage ich. Doch zurück zu de Gaulle. Der war kurz nach seinem Rücktritt im Jahre 1969 hier in Sneem zu Gast. Auf dem Stein steht sinngemäß folgendes: „In diesem ernsten Moment meines langen Lebens fand ich hier, was ich suchte, um mir selbst gegenüber zu treten. Irland gab mir das auf die zarteste, freundlichste Weise.“ Sag ich´s doch immer wieder: Sind schon freundlich diese Iren!

Ich suche nun nach einem Pup, in dem wir unseren Durst stillen können. Die Auswahl hier ist etwas größer. Ich versuche es gleich an der Kreuzung, an der wir nachher zu unserer Unterkunft abbiegen müssen. Das scheint aber nur ein Imbiss zu sein. Guinness gibt es nur aus der Flasche. Das kommt schon gar nicht in die Tüte. Ich mache sofort Kehrt. Es hätte mich schon stutzig machen müssen, dass niemand hier drin sitzt. Also weiter… Nur zwei Häuser weiter treffe ich hinter einer Knall – pinken Fassade auf das „D´ O Shea“.

Draußen stehen Bänke und ich lasse mich nieder. Andrea, Marion, Christine und Arno kommen dazu und wir bestellen was zu trinken. Andrea bekommt ein Eis, weil sie wieder schön gelaufen ist. 🙂 Eigentlich wäre ich gern hier sitzen geblieben. Aber Arno bestellt für heute Abend einen Tisch und wir gehen erst mal zu unseren Unterkünften. Unsere liegt am Sneem River etwa 800 Meter vom Zentrum weg und heißt dem entsprechend auch „Sneem River Lodge“. Es ist ein etwas größeres schönes Gebäude, in dem die obere Etage vermietet wird. Das Grundstück macht schon mal einen sehr gepflegten Eindruck.

Empfangen werden wir von einem jungen Mann, wahrscheinlich der Sohn der Hausbesitzer. Fast militärisch werden wir begrüßt und in harschem Ton wird uns von ihm befohlen, dass wir die Schuhe draußen ausziehen sollen und diese auch hier draußen zu bleiben haben. Gleiches gilt für die Treckingstöcke. Etwas eingeschüchtert von diesem Ton, den wir ja hier überhaupt nicht gewohnt sind, befolgen wir den Befehlen. Marion meldet erst später Protest an. Ihre Carbon Stöcke sind nicht ganz billig. Und sie lässt auf keinen Fall diese hier draußen vor der Tür stehen. Der Einwand wird damit abgetan, dass die Kriminalität hier sehr gering ist. Frühstück ist erst 9 Uhr, was uns viel zu spät ist, da die Strecke morgen sehr lang ist. Aber auch da lässt man nicht mit sich reden. Wir sind ganz schön enttäuscht von diesem Verhalten. An der Unterkunft selbst gibt es nichts zu bemängeln. Als ich später vom Hausherren begrüßt werde, fällt mir seine kurz angebundene Ausdrucksweise ebenfalls auf und ich weiß, woher der Sohnemann das hat. War wohl mal beim Militär?

Wir lassen uns nicht weiter ärgern, nehmen die Stöcke trotzdem rein und treffen uns 19 Uhr mit Christine und Arno im Pup. Der ist inzwischen Rappel voll. Wir müssen erst mal an einen anderen Tisch, weil die Plätze am bestellten noch nicht alle frei sind. Das Essen ist wieder ausgezeichnet und kurze Zeit später sitzen wir alle zusammen am Tisch. Es wird sehr lustig. Die Damen bestellen Gin Tonic. Arno und ich bleiben lieber beim Bier. Nur einen kleinen Whiskey gönnen wir uns noch, müssen ja morgen noch laufen….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.