von Porto nach Muxia – 14. Etappe – von Olveiroa nach Muxia

Das Beste kommt immer zum Schluss, sagt ein Sprichwort. Und wir sind nun gespannt ob das stimmt, als wir uns in stockdunkler Nacht auf den Weg machen zu unserer letzten Etappe auf dem Weg von Porto nach Muxia.
die neue Bar in der Herberge Horreo in Olveiroa

die neue Bar in der Herberge Horreo in Olveiroa

Zuvor jedoch frühstücken wir in der neuen Bar der Herberge. 2012 haben wir uns dazu noch in dem kleinen Raum gedrängt, in dem wir in diesem Jahr die Nacht verbracht haben. Die Blicke der drei Spanier verraten mir, dass ich in der Nacht geschnarcht haben muss. Nun ja, ich meine, sie sind die Letzten, die sich darüber aufregen sollten. Zum Glück hatte ich meine Ohrenstöpsel. Heute geht beim Frühstück alles etwas ruhiger und lässiger zu. Die meisten, die hier mit uns in dem großen hellen Raum frühstücken werden wir wohl nicht wieder sehen. Denn der überwiegende Teil geht von hier erfahrungsgemäß in Richtung Finisterre weiter. Da wir dort bereits 2012 waren, haben wir vor, diesmal nach Muxia zu laufen. Die Streckenführungen, die ich im Internet gefunden habe widersprechen sich etwas. Vor allem im dritten Drittel, also etwa 10 Kilometer vor Muxia weichen einige Beschreibungen erheblich voneinander ab. Ich hoffe also, dass auch dieser Weg gut gekennzeichnet ist. (im Nachhinein kann ich Entwarnung geben: Der Weg ist ausreichend gekennzeichnet.) Auch heute werden es wieder weit über 30 Kilometer werden, wenn alles gut geht. In Muxia wird Jörg auf uns warten, der heute mit dem Bus von Santiago dorthin fährt.
Hier die Strecke, wie wir sie gegangen sind: Klick
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Als kleinen Service gibt es hier einen Link zu einem Informationsblatt über die Wege nach Finisterre und Muxia.

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von Porto nach Muxia – 13. Etappe – von Negreira nach Olveiroa

Um 6.30 Uhr ist heute bereits die Nacht zu Ende, als mein Wecker lärmt. Wenn man auf andere Pilger in einer Massenunterkunft keine Rücksicht nehmen muss, ist man relativ schnell fertig mit dem packen. Nur noch schnell die Betten abgezogen und schon können wir unser Zimmer verlassen. Doch bevor wir die heutige sehr lange Etappe angehen, wollen wir eigentlich noch einen Happen essen. Doch die Tür zur Herberge ist noch verschlossen. Also werfen wir unseren Schlüssel in den Briefkasten und gehen los, um uns ein Frühstück im Ort zu suchen. Außerdem muss ich noch einen Geldautomaten aufsuchen, was in dieser Finsternis nicht so einfach ist. Ein paar Pilger, die ebenfalls bereits auf den Beinen sind, geben mir den entscheidenden Hinweis, wie ich meinen Brustbeutel wieder füllen kann. Unser Standard – Frühstück hängt mir langsam zum Hals raus. Zumal der Toast hier in der kleinen Bar im Zentrum von Negreira besonders hart geraten ist. Auch der Kaffee ist nicht die Wucht. Der Tag kann nur noch schöner werden in Anbetracht dieser Nebelsuppe, die da draußen wabert. Und hell will es auch nicht werden.
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von Porto nach Muxia – 12. Etappe – Santiago de Compostela – Negreira

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(Karte von OSM)

Die heutige Etappe sind wir 2012 schon mal gelaufen. Aber das wissen ja die aufmerksamen Leser meines Blogs bereits. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man vieles von seiner Umgebung intensiver erlebt, wenn man einen Weg mehrmals geht. Man nimmt sich mehr Zeit auf Nebensächlichkeiten zu achten, anstatt ständig in den Körper zu lauschen, wie gut es ihm heute geht oder nach Wegzeichen zu suchen. Meinem Körper geht es seit einigen Tagen bemerkenswert gut. Und darum sorge ich mich auch nicht um die zwei satten Anstiege, die wir heute zu bewältigen haben. Das Wetter verspricht uns wieder seine schönere Seite zu zeigen und Sorgen um die Unterkunft müssen wir uns sicher auch nicht machen, laufen doch erfahrungsgemäß wesentlich weniger Pilger weiter zum Meer.

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von Porto nach Muxia – 11. Etappe – von Padrón nach Santiago de Compostela

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Bar „Don Pepe“

Heute nun gehen wir nach Santiago – zum dritten Mal. Aber zum ersten Mal im Sonnenschein. Bisher hat uns Santiago immer im Regen empfangen. Das ist heute sehr unwahrscheinlich, wenn der Wetterbericht stimmt. Wir wollen zeitig da sein, um noch etwas in der Stadt unternehmen zu können. Dass es dann ganz anders kommt, wissen wir noch nicht, als wir uns 7 Uhr vor der kleinen Bar in der Nähe der Santiago – Kirche treffen. Die persönliche Werbung des netten Herrn, der uns gestern ansprach, hatte also Erfolg. Es ist auch die einzige Bar, die bereits geöffnet hat, soweit ich das beurteilen kann. Als wir eintreten sind wir baff. Der gesamte Raum hängt voller Pilger – Utensilien. Das sind so viele Erinnerungsstücke, dass man völlig die Übersicht verliert. Selbst an der Decke hängen Kleidungsstücke, auf denen so mancher Pilger sich verewigt hat. Hier beginnen scheinbar die meisten Pilger ihre letzte Etappe vor Santiago. Zu Toast und Kaffee bestellen wir frisch gepressten Orangensaft und ich muss hier einfach ein paar Fotos machen. Leider merke ich mir nicht den Namen der Bar in der Rua Ruiz Pons. Aber wer nach Padrón kommt, wird sicher Bekanntschaft machen mit dem Besitzer. Er spricht jeden Pilger an, der an seiner Bar vorbei geht. Wirklich – das ist keine plumpe Werbung, damit man in den Laden geht! Das lohnt sich wirklich, dort sein Frühstück zu nehmen. Wenn ihr dann auch noch im Pilgerbuch ein paar Zeilen hinterlasst, macht ihr die guten Leute richtig glücklich. Zu unserer großen Überraschung nimmt der Hausherr dann bei der Verabschiedung auch noch jeden von uns in den Arm und wünscht uns einen guten Weg. Das ist ein Ritual, welches ich als sehr angenehm und rührend empfinde.

Unterdessen hat mir jemand über Facebook den Namen der Bar genannt: Bar „Don Pepe“. Sie hat sogar eine Facebook Seite.
Hier der GPS Track der heutigen Etappe (mit Umwegen): Klick
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von Porto nach Muxia – 10. Etappe – von Caldas de Reis nach Padrón

Der 100. Post in diesem Blog!!!!

Der Weg aus Caldas de Reis

Der Weg aus Caldas de Reis

Zur Feier des Tages gehen wir heute nach Padrón. Das ist die vorletzte Etappe vor Santiago. Alpinistische Fähigkeiten sollte der Weg von heute uns eigentlich nicht abverlangen. Der höchste Punkt liegt bei etwa 160 Metern über dem Meer. Und so können wir ganz easy am Morgen los laufen. Ich bin wieder mal der erste, der unten vor der Unterkunft steht und ungeduldig auf den Rest der Truppe wartet. Bereits bemerkt habe ich mit Bedauern, dass die Bar vorne an der Ecke noch geschlossen ist. Als Andrea und Jörg sich zu mir gesellen, gehen wir gemeinsam zu Marions Hotel, welches direkt am Weg liegt. Sie hat noch ein paar Probleme mit der Bezahlung, da die Rezeption noch nicht besetzt ist. Ja – wir Pilger sind ein frühes Völkchen. Da kann so mancher nicht mithalten. Das wir hier mithalten, grenzt allerdings an ein Wunder nach der gestrigen Nacht. Jedenfalls geht es mir nach diesem Portwein Gelage bemerkenswert gut. Andrea schaut da heute noch etwas zerknautschter aus der Wäsche.
Hier der Link zum GPS Track der heutigen Etappe: Klick
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von Porto nach Muxia – 9. Etappe – von Pontevedra nach Caldas de Reis

hier gibt´s heute Frühstück

hier gibt´s heute Frühstück

Wie verabredet treffen wir uns heute morgen in Mitten der Altstadt von Pontevedra. Alles ist noch ziemlich ruhig auf den Straßen und eine geöffnete Bar haben wir auch noch nicht gefunden. Gleich hier an dem kleinen Platz brennt dann aber bereis Licht und drinnen werkelt schon jemand. Eine junge Frau kommt raus und beginnt die Tische und Stühle, die am Abend erst übereinander gestapelt wurden, wieder zu verteilen. Sie schaut nicht schlecht, als wir einfach mit anfassen. „Viele Hände schaffen schnelles Ende!“. Sie versteht es zwar nicht, freut sich jedoch trotzdem. Und wir haben auch was davon. Denn sie macht ihre Bar etwas eher für uns auf. Auf Barhockern vertilgen wir unseren Toast, gehen noch mal auf Toilette und marschieren los.

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Sächsischer Jakobsweg Teil 2: Oelsintz/Vogtl. – Hof

der Blick aus dem Fenster heute morgen

der Blick aus dem Fenster heute morgen

So, es geht in die letzte Runde: Der erste Gang heute Morgen ist nicht der zur Toilette, sondern der zum Fenster. „Na Gott sei Dank – es regnet nicht mehr. Im Gegenteil, die Sonne lugt zwischen flachen Wolken am Horizont hindurch. Voller Tatendrang packen wir und gehen hinunter zum Frühstück. Diese Pension bei der Sünderhaufs ist wirklich zu empfehlen. Sicher kein Luxushotel (wer will das schon auf einem Pilgerpfad?) aber auch Andrea meint, dass die Leute hier so nett sind und in den Betten haben wir so gut geschlafen. Die Wirtsfrau tischt auf, was das Zeug hält und sagt, dass wir uns ruhig noch was zum Mitnehmen schmieren sollen. Wir bedanken uns herzlich. Ich frage, ob ich noch ein Foto von den beiden machen und Fotos von der Pension hier im Blog veröffentlichen darf. „Von der Pension? – das ist kein Problem! Und wenn ihr jemanden wisst, der hier mal übernachten möchte…. wir freuen uns auf jeden Gast.“ Ich denke da kann man ruhig mal die Werbetrommel rühren. Hier die Kontaktdaten: Link. Vor dem Foto zieren sich die Beiden dann etwas, weswegen ich es hier nicht veröffentliche. Sie haben aber eigentlich gar keinen Grund dazu, denn sie sind darauf richtig gut getroffen.

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