ökumenischer Pilgerweg 2. Teil – Der Tag des Senfes

Warum ich diesen Posttitel gewählt habe? Wir gehen heute nach Bautzen. Und wer gern richtigen Senf isst und guten Senf mit viel Tradition bevorzugt, kommt an „Bautzner Senf“ kaum vorbei. Ich weiß, hinter dem Weißwurstäquator kennt man den wahrscheinlich selten. Aber dort bevorzugt man ja auch süßen Senf. Hier in Sachsen mag man es eher scharf.
die Kirche in Buchholz

die Kirche in Buchholz

Die Nacht war erholsam und ruhig. Ich habe glaube ich auch nicht geschnarcht. Mein Hals fühlt sich jedenfalls nicht trocken an. Also hatte Andrea auch eine ruhige Nacht. Nach dem üblichen Morgenritual frühstücken wir noch in der Küche. Ich habe noch ein paar gummiartige Baguettebrötchen im Rucksack und mit Butter und Leberwurst schmeckt das in den Kaffee getunkt ganz gut und der Kiefer hat nicht so viel zu tun. Pünktlich um Acht Uhr kommt dann auch Frau Leubner, die mit uns in die kleine Kirche gegenüber geht, um uns einen Pilgersegen zu geben. Sie drückt uns ein Liederbuch in die Hand. „Das wird schwierig“ sage ich unumwunden. Natürlich weiß Frau Leubner, dass nicht nur Christen auf diesem Weg sind. Und so macht sie es uns leicht an diesem Morgen. Sie hat ein Lied heraus gesucht, dessen Melodie sogar wir kennen. Auf die Melodie hat Cat Stevens seinen Welthit Morning has broken geschrieben. Während Andreas* recht textsicher mit singt, summen wir zumindest leise mit und sind sehr gerührt von der Atmosphäre.

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